FKS-Thurgau
Fach- und Kontaktstelle Spielgruppenleiter*innen Thurgau
, Artho Michèle

News Covid-19

Update Covid-19: Verschärfte Massnahmen ab dem 18. Januar 2021 und Aktualisierung Merkblatt Trägerschaften sowie Muster-Schutzkonzepte

Liebe Spielgruppenleiterinnen und -leiter

Der Bundesrat hat angesichts der angespannten epidemiologischen Lage an seiner Sitzung vom 13. Januar 2021 weitere Massnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Daraus haben sich für Verband und Mitglieder Fragen und damit die Notwendigkeit einer Präzisierung ergeben. Kibesuisse hat sich vergangenen Mittwoch umgehend ans BAG gewandt, um die für die Branche notwendigen Informationen und Präzisierungen zu erhalten. Mit diesem Mailing informieren wir Sie über die wichtigsten Änderungen und Präzisierungen. Dies betrifft insbesondere die Massnahmen zum Schutz von besonders gefährdeten Personen sowie das Verbot von privaten Veranstaltungen und Menschenansammlungen von über 5 Personen im öffentlichen Raum. Das Merkblatt «Trägerschaften» sowie die Muster-Schutzkonzepte werden derzeit aktualisiert und stehen in Kürze unter www.kibesuisse.ch/merkblatt/corona/ zur Verfügung.

Massnahmen zum Schutz von besonders gefährdeten Personen

  • Als besonders gefährdete Personen gelten schwangere Frauen sowie Personen, die nicht gegen Covid-19 geimpft sind und bestimmte Erkrankungen aufweisen. Personen über 65 Jahren werden nicht mehr in dieser Gruppe genannt.
  • Gemäss Art. 27a der Covid-19-Verordnung 3 für besonders gefährdete Personen sind Arbeitgeber verpflichtet, sofern dies möglich ist, besonders gefährdeten Personen zu ermöglichen, ihre Arbeitsverpflichtungen von zu Hause zu erledigen. Dabei kann ihnen z.B. eine angemessene Ersatzarbeit zugewiesen werden. Ist aus betrieblichen Gründen die Präsenz vor Ort unabdingbar, sind enge Kontakte mit anderen Personen auszuschliessen respektive gegebenenfalls weitere Schutzmassnahmen zu ergreifen. 
  • Gemäss Auskunft des BAG wird «weiterhin davon ausgegangen, dass die aktuellen Hygienemassnahmen zuverlässig vor einer Ansteckung mit SARS-CoV-2 schützen. Dies beinhaltet das Tragen von chirurgischen Schutzmasken. Auch sind nach derzeitigem Wissensstand (Klein-)Kinder nicht massgebliche Verbreiter von SARS-CoV-2. Somit können besonders gefährdete Personen sowie schwangere Mitarbeiterinnen ihre reguläre Arbeit unter Einhaltung der Hygienemassnahmen fortführen.» Ist also eine Ersatzarbeit aus betrieblichen Gründen nicht möglich, können besonders gefährdete Personen in ihrer angestammten Tätigkeit vor Ort beschäftigt werden, es müssen jedoch erweiterte Schutzmassnahmen nach dem STOP-Prinzip ergriffen werden (z.B. ständiges Tragen von FFP2-Masken und konsequentes Einhalten von Hygienemassnahmen). 
  • Bevor der Arbeitgebende die vorgesehenen Massnahmen trifft, muss er die betroffenen Personen anhören. Die beschlossenen Massnahmen für den Gesundheitsschutz müssen schriftlich dokumentiert werden. Besonders gefährdete Personen können diese Arbeitsübernahme vor Ort aus besonderen (z.B. medizinischen) Gründen ablehnen. Kann keine Ersatzarbeit angeboten werden oder liegen besondere Gründe vor, befreit sie der Arbeitgebende unter Lohnfortzahlung von der Arbeitspflicht. In diesen Fällen besteht ein Anspruch auf Corona-Erwerbsersatzentschädigung.
  • Wichtig: Wenn besonders gefährdete Personen vor Ort beschäftigt werden, ist es unabdingbar, dass alle Mitarbeitenden im gleichen Raum ständig eine Maske tragen. Ausnahmen dürfen in diesem Setting keine gemacht werden. 

 Maskentragen in der familienergänzenden Bildung und Betreuung – Verbandsempfehlung

  • Personen in Institutionen der familienergänzenden Bildung und Betreuung werden in der Covid-19-Verordnung besondere Lage von der nationalen Maskentragepflicht befreit, sofern das Tragen einer Gesichtsmaske die Betreuung wesentlich erschwert. Diese Ausnahmebestimmung darf jedoch nicht angewendet werden, d.h. sämtliche Mitarbeitende müssen ausnahmslos eine Maske tragen, wenn besonders gefährdete Personen zur gleichen Zeit im gleichen Raum beschäftigt sind. Zudem gilt die Ausnahme auch dort nicht, wo strengere kantonale Vorschriften vorliegen.
  • Weiterhin besteht Maskenpflicht im ÖV und in stark frequentierten öffentlichen Räumen (z.B. Spielplatz, belebte Fussgängerzone etc.). Eine bundesrechtliche Maskentragepflicht gilt ausserdem in allen Arbeitssituationen ausserhalb der unmittelbaren Betreuung (z.B. Vor- und Nachbereitung, Sitzungen etc.) in Innenräumen am Arbeitsplatz, einschliesslich Fahrzeugen, in denen sich mehr als eine Person aufhält. Ausgenommen sind Personen, die nachweisen können, dass sie aus besonderen Gründen, insbesondere medizinischen, keine Gesichtsmasken tragen können; für den Nachweis medizinischer Gründe ist ein Attest einer Fachperson erforderlich (siehe dazu Artikel 3a Absatz 1b).
  • Weiterhin empfiehlt kibesuisse das grundsätzliche Maskentragen mit gut dokumentierten Ausnahmen (welche Betreuungsperson hatte mit welchen Kindern engen Kontakt ohne geeigneten Schutz wie z.B. Hygienemaske). Die Anzahl Ausnahmen sollte angesichts der aktuellen angespannten Lage (neue, hochansteckende Virusvarianten) jedoch kritisch überprüft werden. Zudem, wie oben bereits erläutert, sind Ausnahmen nicht möglich, wenn besonders gefährdete Personen anwesend sind. 

 Private Veranstaltungen und Treffen im öffentlichen Raum mit maximal 5 Personen

  • Das Verbot von privaten Veranstaltungen und Menschenansammlungen über 5 Personen im öffentlichen Raum bezieht sich auf ungeplante, nicht organisierte bzw. spontane Treffen. Die Vorgabe der Beschränkung von Menschenansammlungen im öffentlichen Raum auf 5 Personen (Art. 3c Abs. 1 der Covid-19-Verordnung besondere Lage) kommt gemäss Auskunft des BAG im Bereich der familienergänzenden Bildung und Betreuung nicht zur Anwendung: Bildungs- und Betreuungsangebote werden als öffentlich-zugängliche Dienstleistungen qualifiziert. Die 5-Personen-Regeln gelten innerhalb der Bildungs- und Betreuungsinstitutionen nicht. Selbstverständlich ist – wie bis anhin – ein Schutzkonzept zu erstellen und umzusetzen. Auch Aktivitäten im Freien mit Kindern sind somit (unter Einhaltung der geltenden Schutzkonzepte) auch mit mehr als 5 Personen zulässig.
  • Auch bei der institutionalisierten Tagesfamilienbetreuung (professionelle Tagesfamilienbetreuung inkl. Schutzkonzept) fallen Tagesfamilien nicht unter die 5er-Regel im privaten Raum und können ihr Angebot weiterhin im gewohnten Rahmen und unter Einhaltung eines Schutzkonzeptes anbieten. 

  Home-Office-Pflicht

  • Arbeitgebende sind verpflichtet, Home-Office überall dort anzuordnen, wo dies aufgrund der Art der Aktivität möglich und mit verhältnismässigem Aufwand umsetzbar ist (z.B. administrative Tätigkeiten). Falls Mitarbeitende auf Abruf in der Kita bereit sein müssen, ist Homeoffice nicht möglich und somit auch keine Pflicht.

 Die kibesuisse-Unterlagen werden in den nachfolgenden Tagen entsprechend aktualisiert.

Herzliche GrüsseIhr kibesuisse-Team